Japan Spitz

Der Japan Spitz oder „Nihon Supittsu“

FCI-Standard Nr. 262
Klassifikation FCI:
Gruppe 5: Spitze vom Urtyp
Sektion 5: asiatische Spitze und verwandte Rassen.
ohne Arbeitsprüfung.

Eine wichtige, in den Standard festgeschriebene Bedingung für diese Hunderasse ist: „Darf keinen Lärm machen“. Das kann ein wichtiger Aspekt sein für Hundefreunde, die evtl. in Mietwohnungen bzw. Mehrfamilienhäuser leben.

Ein einheitlicher Standard wurde 1948 vom Japan Kennel Klub aufgestellt, der bis heute in der überarbeiteten Fassung von 1987 gültig ist.

Der Japanspitz ähnelt im Aussehen dem deutschen Mittelspitz. Mit diesem wird er oft verwechselt, sind doch die Unterschiede auf den ersten Blick für viele nicht erkennbar. Und da diese Rasse selten ist, wissen die Hundefreunde einfach nicht, dass es auch einen kleinen weißen Spitz aus Japan gibt.

Da die Unterschiede beider Spitz-Varietäten gering sind, können sie leicht verwechselt werden. Für den Japanspitz gilt ein Größenverhältnis von 10 : 11, also im Rechteckformat, während für den deutschen Mittelspitz ein Größenverhältnis von Widerristhöhe zur Länge von 1 : 1, also im Quadrat, verlangt wird.

Über Schweden, die die ersten beiden Hunde importierten, breitete sich diese Rasse in Europa aus. Zwischen 1973 und 1896 importierten die Schweden 24 Japanspitze aus ihrem Ursprungsland. Die Verbreitung blieb lange auf Skandinavien und England beschränkt, und die Zucht entwickelte sich dort auf hohem Niveau.

Nach Italien gelangten zwei Japanspitze 1985, und aus Dänemark und England kamen einige Hunde 1986 nach Holland und Österreich. Die ersten beiden Japanspitze in Deutschland wurden von Familie Zapf aus Gröbenzell (München) importiert. Der erste deutsche Wurf fiel im Jahre 1990 im Zwinger „von der Böhmerwiese“.

Die Zucht in Deutschland entwickelte sich weiter. Zu verdanken ist dies den unermüdlichen Liebhabern und Züchtern dieser liebenswerten Rasse, die immer wierder Japanspitze importieren, um die Zucht auf eine breite Basis zu stellen.

Den Japanspitz gibt es ausschließlich in der Farbe Reinweiß. Diese seltene Rasse findet Verwendung als Familien- und Begleithund. Er ist klug und fröhlich und fällt positiv auf, in dem er sich in der Wohnung ruhig verhält.  Dennoch ist er sehr aufmerksam und wachsam. Der Japanspitz bekommt alles um ihn herum mit. Wenn es notwendig ist, schlägt er auch an. Spaziergänge und Beschäftigung sind erforderlich. Als Stubenhocker würde er verkümmern.

Seine mittlere Größe von 30 – 38 cm ist ideal. Sein Fell ist von seidigem Glanz und unempfindlich gegen Schmutz. Er  ist pflegeleicht.

(Quellenangaben: Der Deutsche Spitz Ausgabe Nr. 156, 195, 234 und FCI-Standard)

japan_spitz Rasse Standard Beschreibung VHD

Japanspitz Benika vom Lohenstein 2017
Japanspitz Benika vom Lohenstein 2017